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TAGEBUCH EINES SCHMETTERLINGS
Wasser und Wald
In den letzten Wochen wurde meine Arbeit durch einige grafische Gestaltungen aufgelockert.
Neben einem größeren Auftrag für eine Privatperson aus Gießhübl, kleinere Arbeiten für Barta Pokale Wien und einen Pianisten beauftragte mich Wakeboardlift.at mit der Erstellung Ihrer gesamten Aushänge, Beachflags, Hinweisschilder und Banner.
13.5.2012
Zurück zum Ursprung
Passend zur gerade entstehenden Ausstellungsserie "Simulacrum" verlege ich meinen Wohnsitz und Arbeitsplatz in den Wienerwald, womit sich ein Traum erfüllt.
Passend deshalb, weil diese Serie sich sehr stark mit den Werten des Menschen auseinanderzusetzen versucht und unübersehbar hat Natur einen enormen Stellenwert in meinem Leben.
12.4.2012
Nachtrag:
Aufgrund der neuen Wohnsituaton kann ich nun verstärkt meinem Hobby - der Schmetterlingsfotografie - nachgehen.
12.5.2012
Zitronenfalter und Bärlauch
Mit den ersten Bärlauchspitzen und anderen Frühlingsboten erscheint die zweite Auflage von Hexe Linda - lernt zaubern!
Der Winter verabschiedet sich langsam, die Staffelei steht immer länger im Tageslicht und mehrere Projekte und Aufträge halten die Arbeit abwechlungsreich.
Es wird weiter an der Serie "Simulacrum" gemalt, doch vorerst wird die Kamera geschnappt und nach den ersten Schmetterlingen Ausschau gehalten...
9.3.2012
Vorschau
Das Jahr beginnt so abwechlungsreich und dicht wie das alte zu Ende ging. Nur, dass die meisten Aufträge fertig gestellt sind und alle Energien nunmehr in die aktuelle Serie neuer Arbeiten gesteckt werden können.
Ein Name steht noch nicht fest.
Und so jung das Jahr auch erst ist, ich konnte bereits jetzt schon mich mit einigen Künstlern treffen und austauschen.
Demnächst werden diese inspirierenden Gespräche noch um ein paar Atelierbesuche erweitert, u.a. bei Judith Fegerl und Helmut Ditsch.
16.1.2012
Ein frohes Fest und ein gesegnetes 2012
Alles meinen Freunden, Verwandten, Bekannten, Kollegen, Konkurrenten, Begegnungen und Vergangenheiten wünsche ich viel Glück im neuen Jahr und eine besinnliche Weihnacht!
24.12.2011
Kletterpartie - Ein Rückblick auf 2011
Dieses Jahr stand ganz eindeutig in den Zeichen der Mannigfaltigkeit, Veränderung und der Perspektive.
All die aufregenden Projekte haben mir viel bedeutet und mir die Augen stets ein Stück weiter geöffnet. Nicht nur in kreativer Hinsicht.
Was ich sehe sind Menschen, die nur glauben einen oder gar keinen Gott zu haben.
Doch tatsächlich zitieren sie sich gebetsartig gegenseitig, verwerfen ihre Individualität und verwechseln selbige mit Anpassung an einen idealisierten Stereotypus.
Das mag kein Charakteristikum unserer Zeit sein. Aber die Gottheit ist eine andere, gefährlichere.
Denn während Gott früher aus den Bedürfnissen der Gesellschaft heraus geboren wurde wird er immer stärker geformt von hedonistischen Mechanismen.
Wo es an Substanz fehlt wird sie durch Schein ersetzt. Die Bedürfnisse werden nicht mehr im Herz gesucht sondern im Strom der Masse.
Es ist verlockend, sich diesem Prinzip unterzuordnen, weil es Sicherheit verspricht.
Doch diese Sicherheit ist nur oberflächlich und wer vorgibt verantwortungsvoll und stark zu sein sollte genug Überblick besitzen sich seine eigene Meinung und seinen eigenen Geschmack zu bilden und sich nicht von seiner Umwelt blenden lassen.
Zum Glück durfte ich viele solcher Menschen in den letzten Monaten kennen lernen, die mich unterstützten mich weiterzuentwickeln.
Nicht, indem sie mir vorgaben, was zu tun sei, sondern indem sie mich erkennen ließen, dass alle Lösungen bereits in mir schlummern.
Dafür möchte ich mich herzlich bei all jenen bedanken. Ganz besonders bei
Frau Christa Baumgartner, die es wie kaum jemand anderes verstand mich in mich selbst sehen zu lassen, so unbequem es manchmal auch sein mag.
2011 war also ein gutes Jahr und das war vor zwölf Monaten keineswegs selbstverständlich.
Doch zum Erfolg braucht es neben Arbeit manchmal auch ein wenig Glück und das fand den Weg sowohl im Beruflichen wie auch im Privaten zu mir.
Und dafür kann man nicht dankbar genug sein!
21.12.2011
Mehr über Hexe Linda
Wietere Informationen zu Hexe Linda gibt es <hier...>
Die Vollendung... zurück zu klassischen Medien
Nachdem ich gut drei Monate für Hexe Linda ausschließlich digital gearbeitet habe,
kehre ich für die nun aufzuarbeitenden Aufträge zu den klassischen Medien Öl- und Acrylfarbe, sowie Graphit und Rötel zurück...
6.9.2011
Erschaffung einer Welt...
Nach mittlerweile zwei Monaten Arbeit an "Hexe Linda - lernt zaubern" zeichnet sich die Vervollkommnung langsam ab.
Der Verlag ist bereits in den Startlöchern, erste Buchhändler zeigen Interesse und die Vorbestellungen sind längst im 3stelligen Bereich.
Eine Homepage zum Buch mit Hintergrundinformationen, Skizzen, Leseprobe usw. ist bereits im Entstehen.
Sobald Ort und Termin zur Buchpräsentation endgültig feststehen, werde ich beides hier selbstverständlich veröffentlichen.
An dieser Stelle sei bereits jetzt allen Leuten herzlich gedankt, die mit ihren konstruktiven Beiträgen zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.
Allen voran jedoch meine Tochter Flora, die in der Entwurfphase mich immer wieder die Welt mit Kindesaugen sehen lehrte.
Und nicht zuletzt besonders Birgit Rauscher, die für Idee und Text verantwortlich ist. Ohne sie gäbe es keine Hexe Linda...
15.7.2011
Begegnung mit Helmut Ditsch
Seinen Arbeiten muss nicht erst mit seitenlangen Sprachvergewaltigungen eine Bedeutung oder gar eine Wirkung verliehen werden und dennoch - oder gerade deshalb - haben sie Spitzenmarktwert.
Wie so oft bewirkt man mit direkt zugänglichem Inhalt intensive Emotionen und berührt so ein weites Publikum.
Das ist aber nur einer der Gründe, warum mich seine Bilder von Beginn an faszinierten.
Umso glücklicher schätze ich mich, dass ich diese Persönlichkeit heute kennenlernen durfte. Danke für diese wunderbare Begegnung und ich freue mich schon auf die nächste im Jänner!
23.6.2011
Glücksmoment
Ich habe soeben eines ergreifendsten Feedbacks auf eine meine Arbeiten erhalten,
nachdem ich heute Vormittag der Autorin des Kinderbuchs, das ich gerade illustriere erste Entwürfe der Hauptfigur geschickt hatte.
Das Ziel ist noch fern, doch die Motivation ist hoch, wenn der Wind von hinten kommt...
1.6.2011
Auftragsstopp
Da die laufenden Projekte in "annehmbarer" Zeit erledigt sein wollen, kann ich leider bis voraussichtlich August 2011 keine neuen, dringenden Aufträge annehmen.
Ich bitte um Verständnis!
25.5.2011
Andacht mit Kreuzsegen
Johann Zeisel ist nicht einer jener Menschen, die nur dann handeln, wenn sie dadurch profitieren.
Sicher ist er auch nicht jemand, der verspricht und im Nachhinein zehn Erklärungen parat hat.
Stattdessen ist er ein Mann der Tat, und darin selbstlos, bescheiden und von grenzenloser Menschlichkeit.
Als er mich mit der Fertigung des Christuskorpus für das Stockerauer Wegkreuz beauftragte, sah ich mich einer ungewohnten Aufgabe gegenüber.
Er unterstützte mich jedoch so umfassend mit seinem Einsatz, dass sie mir rückblickend so einfach fiel, wie eine Portraitzeichnung...
Die NÖN Stockerau-Umgebung berichtete über die Segnung des von Johann Zeisel (Holzkreuz) und mir (Christuskorpus) geschaffene Wegkreuz in Leitzersdorf
Was haben das Perm und das AKW Tschernobyl gemeinsam, außer dass beide in einer Katastrophe ihr Ende fanden?
Mit dem Vorfall in Tschernobyl gehen trotz der vor allem (aber nicht nur!) lokalen Auswirkungen nur geringe Veränderungen in Bezug auf das globale Ökosystem einher.
Aber es bleibt eine Katastrophe, die symbolstark das Schicksal des unfassbaren Ressourcenbedarfs des Menschen wiederspiegelt.
Denkt man in größeren Dimensionen als die der unmittelbaren eigenen Zukunft und der seiner Kinder, so ist es extrem lachhaft sich darüber zu unterhalten für wie lange Erdöl noch reicht oder wieviele Menschen unser Planet ernähren kann.
Da nur die wenigsten den Unterschied zwischen Raubwürger und Neuntöter kennen, kaum jemand bei einem Spaziergang sich über ein Helm-Knabenkraut freut, merkt die Masse logischerweise auch nicht, dass täglich(!) bis zu 100 Tierarten aussterben. Für immer.
Das alles wird bereits bis zum Erbrechen gepredigt, wiedergekaut und es bleibt am Ende genauso wirkungslos wie ein Super GAU. Es ist und bleibt eine Einbahn.
Abgesehen von statistischen Trends gibt es nur spärliche Hinweise, dass der sukzessiven Verwüstung (im eigentlichen und im übertragenen Sinn!) des Planeten durch irgendetwas Einhalt geboten wird, ehe er in eine Situation gerät, wie sie am Ende des Perm der Fall war, als allein 95% aller Meereslebewesen ausgestorben waren.
Und hier gibt es für mich eine subtile Parallele zum Tschernobyl-Vorfall. Nach jeder Totalkatastrophe findet das Leben einen Weg erneut zu radiieren.
Berücksichtigt man, was wir aus dem 26.April 1986 gelernt haben (nichts, Anm. d. Verfassers), so wirkt es als ob die Karten, dass wir einst Teil dieser Neuentfaltung sein werden denkbar schlecht stünden, aber wer weiß.
Der Mensch sitzt auf einem hohen Ross, ob er abzusteigen imstande ist oder nicht wird letzlich darüber entscheiden....
Als der Unfall passierte war ich gerade 10 Jahre alt. Er hat mich aber so nachhaltig in meinem Denken beeinflusst, dass dieses Thema in vielen Arbeiten immer wieder aufgegriffen wurde. Ein Werk beschäftigte sich sogar genau mit dem oben genannten (Bild oben). Es wurde 2009 von der Familie Mauthner erworben.
26.4.2011 - 25 Jahre nach Tschernobyl
Zwei Jahre Kunst.Lokal Groß Enzersdorf
Anlässlich dieses Jubiläums lud das Kunst.Lokal rund um Georg Niemann, Martin Suritsch und nicht zuletzt Gottfried Laf Wurm zu einer Vernissage.
Zu sehen waren Werke der Künstler, die in der Zeit seit der Eröffnung ausgestellt hatten.
Dem selbstlosen Einsatz meines Freundes Herbert Slad (Foto unten), seines Zeichens begnadeter Fotograf, Biologe und liebenswürdiger Zeitgenosse,
ist zu Verdanken, dass es auch eines meiner Bilder (Groß Enzersdorf um 1800, Öl und Acryl auf Leinwand, 80x60cm, Abbildung links) gerade noch rechtzeitig in die Galerie schaffte.
Zu sehr war ich in den termindichten letzten Wochen in Auftragsarbeiten und Projekte versenkt, um mich um eine aktive Teilnahme an dieser schönen Veranstaltung zu bemühen.
So überahm ich nur die Anlieferung des Werks am Abend der Vernissage, wo bereits alles perfekt vorbereitet war.
Deshalb bin ich Herbert und dem Kunst.Lokal zu großem Dank verpflichtet und gratuliere zur gewissenhaften, selbstlosen und vorbildlichen Organistaion und danke für einen gelungenen Abend! Homepage des Kunst.Lokals Groß Enzersdorf
7.4.2011
Frühlingsgefühle
Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt nicht nur die Lust sich verstärkt im Freien aufzuhalten und die Natur beim Erwachen zu beobachten, sondern es sprießt auch die Kreativität.
Neben einer Hand voll Auftragsarbeiten und den Konzepten für die kommende Serie häufen sich zurzeit auch reichlich Ideen an, die mich für die nächsten 3 bis 400 Jahre auf Trab halten werden.
Bestimmt spielt auch das Unglück in Japan eine Rolle, das wohl nur Herzen aus Stein kalt lässt. Gerade diese Mischung aus Bauchweh und Energieaufschwung macht es mir leicht mich über meine Grenzen hinauszuwagen...
14.3.2011
Kunst.Lokal goes Youtube
Das Kunst.Lokal Groß Enzersdorf (Niederösterreich), in dessen Galerie meine Bilder im Mai 2010 ausgestellt waren, veröffentlichte seine ersten Clips auf der Videoplattform Youtube.
Unter anderem auch einen Beitrag über die Vernissage zu dieser Ausstellung, die der Künstler Gottfried Laf Wurm und Vizebürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec eröffneten.
Vielen Dank an die Leiter des Kunst.Lokals Georg Nieman, Martin Suritsch und Gottfried Laf Wurm!
13.3.2011
ICEP Auktion
Frau Esther Attar-Machanek besuchte mich heute im Atelier, um mir über die ICEP-Auktion (Institut zur Cooperation bei Entwicklungsprojekten)
- demnächst in Graz und im November 2011 - zu erzählen. Sie hinterlies eine Fülle an Inspiration
Eine sehr konstruktive Unterhaltung!
17.2.2011
Überraschungen!
Auf der Suche nach einem geeigneten Rahmen für eine Ausstellung der zurzeit entstehenden Serie hat sich nicht nur eine sehr vielversprechende Möglichkeit ergeben...
16.2.2011
Startlöcher
Die Entwürfe für zwei Aufträge wurden angenommen, fehlendes Material wurde angeschafft, die Arbeit kann beginnen
14.2.2011
Stein oder nicht Stein
Beginn eines neuen Werks der jüngsten Serie
So wenig Skizzen waren schon lange nicht mehr notwendig, um genau die Komposition zu finden, die mich zufriedenstellt. Das Leitthema wird durch einen Fels verkörpert,
der wie ein sich windender, von Umwelteinflüssen mitgenommener, alter, knorriger Baum, sich aus der scheinbaren Undurchdringlichkeit des unendlichen Grau herausquält
und dabei Nährboden für Farbe bietet...
10.2.2011
Aller Anfang ist schwer
Fertigstellung des Erstwerks einer neuen Serie
Lange hat es gedauert. Sehr lange... Es ist nicht immer einfach, sich auf neues Terrain zu begeben, am Ende lohnt es sich doch immer wieder. Ich bin zufrieden und doch eigentlich nicht.
Warum eigentlich nicht? Weil sich wiederum unüberblickbare Weiten aufmachen? Weil dieses eine Leben nicht reichen wird, um all die Ideen zu verwirklichen? Wahrscheinlich.
Zufrieden aber, weil ich am Ende eines Schaffensprozesses immer über mich selbst erstaunt bin, und in meinen eigenen Bildern so viel entdecken kann und mir oft gar nicht erklären kann,
wie meine sich unentwegt verändernde Vorstellung vom Resultat, sich in einem scheinbar statischem Resultat manifestiert.
9.2.2011
Umzug
Mit 1.November beziehe ich also meinen neuen Arbeitsplatz. Wundervolle Altbauräume, genug Platz, nahe am Zentrum.
29.10.2010
Zwillinge
Das unvorstellbare ist wahr geworden: Ich habe ein Bild zum zweiten Mal gemalt und einige Veränderungen ergaben sich, weil die erste Version längst nicht mehr bei mir ist:
Links die neue, rechts die erste Version. Zwei völlig unterschiedliche Bilder mit demselben Ziel; das erste in vielen kurzen Sitzungen über einen Zeitraum von mehreren Wochen gefretigt.
Das zweite in 5 Tagen, wobei ich allein am letzten Tag 19h gearbeitet habe
20.9.2010