Anatomie einer Begegnung
(Anatomy Of An Encounter)
"Himmel ist nichts anderes als ein Anker für unser Auge auf dem Weg in die Unendlichkeit"
Obwohl die Bilder von Alexander Nemec auf der perfekten Darstellung einer der Natur immanenten Ästhetik basieren,
ist diese entgegen dem ersten Eindruck nur Teil einer weitaus tiefgründigeren Aussage seiner Werke.
Symbolisch in Form von Kondensstreifen in seine Wolkenstillleben integriert,
nimmt auch der Mensch eine wichtige Rolle in der Anatomie-Serie Alexander Nemec´ ein.
Er ist nicht mehr nur Betrachter eines sich ständig wandelnden Himmelsbildes, sondern wirkt aktiv an dessen Gestaltung mit.
Dadurch wird er Teil einer Naturästhetik, deren dynamische Wandelbarkeit die Menschen von jeher fasziniert hat.
Indem Alexander Nemec dieses Reich des Unvollendeten, des stets Flüchtigen und Vergänglichen aber auch der
Imagination, der Träume, Wünsche und Hoffnungen in seinen Bildern für einen Moment festhält, lässt er die
Unendlichkeit für den Betrachter seiner Werke vorübergehend greifbar und das Ferne nah wirken.
Durch sein bewusstes Spiel mit surrealer und teils monochromer Farbgebung sowie Flächigkeit und Plastizität gelingt es Alexander Nemec Himmelswelten zu erschaffen, in denen sich Gegensätze wie Entstehen und Vergehen, Tag und Nacht sowie Traum und Wirklichkeit aufzulÖsen beginnen und ein harmonisches Nebeneinander von Mensch und Natur mÖglich ist.
Geboren 1975 in Wien, aufgewachsen im Weinviertel/NÖ interessiert sich Alexander Nemec bereits früh für Natur und Malerei.
Der Autodidakt studiert Biologie, Zoologie/Ökologie.
Es beeinflussen ihn zwar verschiedenste Künstler, doch er selbst ordnet sich keiner bestimmten Strömung zu.
Stattdessen evoluiert sein Schaffen mit den Herausforderungen, die ihm zahlreiche Auftragsarbeiten bieten.
Juli 2008